Parlament «versenkt» beheiztes Aussenbecken

Das Parlament beriet an seiner Sitzung vom vergangenen Dienstag auch über ein zusätzliches Aussenbecken. Die ersten Visualisierungen des Hallenbades laden bereits zum Schwimmen ein und die Jurierung der Tribüne steht kurz vor Abschluss. Schritt für Schritt wird der Masterplan «Sportanlagen Buechenwald, Modul 1» zum Leben erweckt. Aus dem sperrigen «Gemeinde­sportanlagenkonzept» wird eine attraktive «Sportwelt» gestaltet.

Das «Modul 1 Buechenwald» ist mit Hallenbad, vier Fussballplätzen, dem Neubau der Tribüne und Leichtathletikanlagen sowie der Erschliessung (Parkplatz, Strasse, Begrünung) das grösste der drei Module und soll – so die Planung – inklusive Projektierung 54 Mio. Franken kosten. Intensiv wurde die Option Aussenbecken des Hallenbades diskutiert. Die Frage sei erlaubt, ob sich ein beheiztes Aussenschwimmbad, in unmittelbarer Nachbarschaft des Erlebnisbades Säntispark, für Gossau lohnt. «Durch das vergrösserte Angebot erhoffen wir uns eine höhere Besucherzahl und können so auch älteren Menschen ein Gymnastikangebot in warmem Wasser ermöglichen», so die zuständige Stadträtin Gaby Krapf. Trotzdem ist sich der Stadtrat bewusst, dass die zusätzlichen 1,4 Mio. Franken für das Aussenbecken das ganze Investitionspaket gefährden könnten. Deshalb wurde das Aussenbecken als separate Vorlage dem Parlament unterbreitet. Ein weiser Entscheid, wie sich zeigte. Am Dienstagabend «versenkte» das Parlament die Träume von einem beheizten Aussenbecken, in dem es den Projektierungskredit von 90’000 Franken nicht bewilligte.


 Hier entsteht ein Projekt für Generationen nicht nur finanziell, ­sondern auch ideell.


Investitionskosten in Franken

Hallenbad: 26,43 Mio.
Freibad: 1,07 Mio.
Tribüne: 5,65 Mio.
Aussenanlage: 21,85 Mio.


Projektierungskredite von 3,68 Mio. Franken sind enthalten.

Öffentliche Ausstellung

Ab dem 14. Dezember kann die Bevölkerung die Ausstellung der eingereichten Tribünen-Projekte besichtigen.

Die grosszügigen Sport- und Schwimmanlagen lassen viel Freiraum für Spiel und Begegnung, sind ­durchlässig und optimal verkehrstechnisch erschlossen.

Viel Arbeit hinter den Kulissen

Parallel zu den politischen Diskussionen über die definitive Ausgestaltung läuft die Planung der Arealentwicklung auf Hochtouren. Dazu gehört ein Energie- und ein Betriebskonzept, das unter anderem die Nutzung, Öffnungszeiten, Gastronomie, Eintrittssystem und Qualitäts­sicherung beinhaltet. Jetzt schon klar ist, dass das Hallenbad durch die Schulen nicht ganz blockiert wird und zukünftig auch am Morgen durch die Öffentlichkeit genutzt werden kann.

Dialog mit den Anwohnern

Grossprojekte bringen Veränderung, gerade auch für die Anwohner. Erste Kontakte mit einem Teil der Anwohner haben bereits stattgefunden, um über den Projektstand zu informieren und Fragen und Bedenken aufzunehmen. So ist ein Parkleitsystem geplant, um die motorisierten Besucher auf die freien Parkplätze zu lenken und unsinnige Fahrten zu vermeiden. Eine gute Beleuchtung der Sportanlagen und Begegnungsplätze sorgen für Sicherheit. Dank Bahnhofsnähe mit direktem Anschluss an SBB und Bus, durchgehendem Veloweg und Durchgangswegen ist das Gelände optimal zu Fuss, mit dem ÖV oder auf Rädern erreichbar.

Mehr als nur Sportanlagen

Der Stadtrat präsentiert das neue Projektlogo, welches die Anmutung der Stadtlogos aufnimmt. Die Farbe Rot bringt Dynamik, Durchhaltewillen und Begeisterung zum Ausdruck. Dies sind Eigenschaften, die im Sport eine grosse Rolle spielen. Erstmals eingesetzt wird die neue Marke «Sportwelt Gossau» bei der geplanten Ausstellung der Tribünen-Projekte. Gleichzeitig wird die neue Projektwebsite sportweltgossau.ch aufgeschaltet. Auf dieser wird die Stadt über den Fortschritt informiert.

Im Gespräch mit Stadträtin Gaby Krapf und Yvo Lehner, Leiter Hochbau, wird klar: Hier werden nicht einfach Sportanlagen, Erschliessungsstras­­sen und Parkplätze gebaut, hier entsteht eine ganze «Welt des Sports», ein Generationenprojekt nicht nur finanziell, sondern auch ideell. «Buechenwald» ermöglicht Bewegung und Begegnung, Freizeitgestaltung für Jung und Alt und soll so mit positiver Ausstrahlung die Attraktivität der Stadt erhöhen.

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